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Allianz Versicherung warnt vor Naturkatastrophen-Risiken

11.06.2008 | Prävention muss
weiter verbessert werden
 Die Schäden durch Naturkatastrophen nehmen unter dem
Einfluss des Klimawandels weltweit dramatisch zu. Auch in Österreich verändern sich die Risiken
signifikant: Allein in den letzten vier Jahren haben sich die
Schäden vervierfacht. Dies betonte die Allianz Versicherung
anlässlich der Präsentation der Ergebnisse ihrer aktuellen
Risikoforschung. "Wie kaum ein anderes europäisches Land ist
Österreich einem Mix verschiedenster Bedrohungen durch
Naturkatastrophen ausgesetzt", so Allianz Meteorologe Mag. Rupert
Pichler. Die präzise Kenntnis der Gefahrenzonen ermögliche aber,
entsprechende Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Kaum ein
Bundesland bleibt dabei verschont. Stellt die Sturmflut am Bodensee
lediglich eine rein theoretische Möglichkeit dar, so gibt es sehr
wohl eine ganze Reihe konkreter "Risiko-Hotspots". Während durch Winterstürme vor
allem das Innviertel und das südliche Niederösterreich bedroht sind,
ist die Hagelgefahr im Salzburger Pinzgau, Unterkärnten und dem
Tiroler Unterland am größten. Schneedruckschäden wiederum finden
sich überraschenderweise seltener im Westen als in den alpinen
Regionen Oberösterreichs und der Steiermark, wo die Bauweise den
möglichen Schneelasten weniger gut angepasst ist.
Dass
man mit entsprechender Vorsorge einiges erreichen kann, zeigen die
drei von großen Hochwasser-Ereignissen am meisten bedrohten Städte
unseres Landes: Linz-Urfahr, Steyr und Krems. Potenziell
gefährlicher würden daher künftig, so Allianz Meteorologe Pichler,
so genannte "Flash Floods" – kleine, normalerweise unscheinbare
Bäche im ganzen Land, die sich binnen Stunden in reißende Ströme
verwandeln.
"Unterschätzt wird hierzulande vor allem die
Erdbebengefahr", ist Pichler überzeugt. Daran ändern auch
erschütternde Bilder wie kürzlich aus China wenig. Im letzten
Jahrhundert zeichnete die Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik durchschnittlich 17 spürbare Erdbeben pro Jahr in
Österreich auf. Am meisten gefährdet: das Wiener Becken, Inn- und
Mürztal.
Augenmerk auf Prävention
Die Prävention
funktioniert bei den verschiedenen Naturkatastrophen-Risiken
unterschiedlich gut. So gibt es für Hochwasser
(www.hochwasserrisiko.at) und Blitzschlag (www.aldis.at) instruktive
Websites, die die regionale Risiko-Exposition aufzeigen und zur
Vorsorge animieren. Dennoch werden nach wie vor Häuser in "roten"
Hochwasser-Zonen errichtet, und bei Gewittern zieht kaum jemand den
Netzstecker seiner elektronischen Geräte.
Bei Stürmen
funktioniert die Warnung durch die Medien zwar meist hervorragend.
"Doch die Bauweise vieler Gebäude ist eher am Design orientiert als
an der Widerstandsfähigkeit", fürchtet Allianz Experte Pichler.
Weichholzelemente und Weichmetallpaneele bieten Sturm oder Hagel
dann die entsprechenden Angriffsmöglichkeiten. Als Folge sind die
Sturmschäden in Österreich in den letzten drei Jahren auf das
Vierfache angestiegen.
Und schließlich sollten auch beim
Erdbeben- und Schneedruck-Risiko die geltenden Bau-Normen in vielen
Bundesländern raschest angepasst werden.
Klimawandel als
Risikofaktor
Der Klimawandel könne zwar nicht für alle
Naturkatastrophen verantwortlich gemacht werden, lasse aber ein
Ansteigen mancher Risiken in den kommenden Jahren befürchten, warnt
die Allianz. So gebe es einen begründeten Verdacht, dass aufgrund
des größer werdenden Energie- und Feuchtigkeitsgehaltes in der
Atmosphäre öfter Hagel und Gewitter entstehen können. Und durch
veränderte atmosphärische Zirkulationsmuster seien so genannte
"Vb-Wetterlagen" (ein Mittelmeertief, das um die Alpen nordostwärts
über Österreich zieht und häufig massive Niederschläge mit sich
bringt), wie sie zum Katastrophen-Hochwasser 2002 und 2005 führten,
wahrscheinlicher.
"Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen
ist für die Allianz Versicherung eine umfassende Risikoforschung in
Sachen Naturkatastrophen ebenso ein Gebot der Stunde wie ein aktives
Engagement im Kampf gegen den Klimawandel", betont Mag. Rémi
Vrignaud, Bereichsleiter Versicherungstechnik der Allianz Gruppe in
Österreich.
Als erste und einzige Versicherung ist die
Allianz daher seit Jahresbeginn Mitglied der Climate Group Austria
des World Wildlife Fund. Aus der Zusammenarbeit mit einer der
führenden Umweltorganisationen der Welt erhofft man sich die Nutzung
vieler Synergieeffekte im Dienste der Nachhaltigkeit. Im Fokus
stehen Bewusstseinsbildung bei Mitarbeitern, Kunden und
Geschäftspartnern sowie die Entwicklung von Versicherungsangeboten,
die umweltgerechtes Verhalten erleichtern oder belohnen. Und
schließlich wird die Allianz Österreich im Zeitraum 2000 bis 2010
auch ihren eigenen CO2-Ausstoß um 20 Prozent reduzieren. Verantwortlich für den Inhalt / Kontakt: Allianz Gruppe in
Österreich, Hietzinger Kai 101-105, A-1130
Wien
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